Alles begann 1980, als wir so alt waren, wie unsere Kinder heute. Damals, an einem Jazzabend im „Chäber“, muss der Virus erstmals eingeatmet worden sein. Zusammen etwas machen, mehr als nur ein Fest mit einem bunten Abend. Zum Beispiel ein Kabarett oder ein Musical oder gar etwas dazwischen: ein „Kabarusical“. Schnell waren 15 bis 20 Gleichaltrige gefunden, die sich Dank ihrem jugendlichen, ungeschützten Leichtsinn einfach anstecken liessen und sich Hals über Kopf in dieses Theaterabenteuer stürzten.
Alles was wir brauchten, wollten wir selbst herstellen. Das fing an beim eigentlichen Stück, ging weiter über die Musik, die Bühne, die Kostüme und endete – wie auch vor und nach den Aufführungen – in der selbst betriebenen Theaterbeiz.
Begorra war vollständig ausgebrochen und nicht mehr zu heilen.

 

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Begorra, eine Stadt am Fuss der Lindenberge” war ein Western und wurde 1981 in der Steingasse in Wohlen aufgeführt.
Es folgten 1983 “Coupe Hardy” im Haldenkeller, 1986 “Dusler & Co” sowie 1995 “WälleWächsel”, beide Male im Strebagebäude, natürlich in Wohlen.
Der zu Grunde liegende Erreger war immer derselbe, nur die Symptome bei Ausbruch hiessen jeweils anders.
2015 soll nun nach 20-jähriger Latenz wieder ein gemeinsames Begorra-Jahr werden.Der fünfte Ausbruch. Alles soll wie damals verlaufen, alles selbst angefertigt und selbst vorgeführt werden.
Eine Eigenproduktion von null auf hundert Grad Fieber in einem noch umzubauenden Gebäude in Wohlen.
Und wissen Sie, was mit dem Virus geschah? Die infizierten Urgesteine sollen schamlos ihre eigenen Nachkommen angesteckt haben…Hans Melliger
Präsident des Vereins “Begorra-Theater Wohlen”
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